Donnerstag, 30. August 2012

Zu wenig Zeit

(Von meinem "geheimen-Brainstorm-schreib'-mal-was-philosophisches-Blog", den ich demnächst löschen werde)
Freitag, den 03. Februar 2012

Habe zu wenig Zeit für all das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe.
War es einst nur die Liste voll Taten die vollbracht werden müssen vor dem 17. Lebensjahr; willkürliche Einfälle, scherzhafte Ideen, die man notiert hat, weil einem sonst nichts besseres eingefallen ist. Hatte man früher genügend Zeit, um sich all das auszudenken, musste man früher stundenlang grübeln, um sich letztendlich einen Einfall zu erzwingen, um endlich seine Liste voll zu bekommen, so haben wir in der heutigen Zeit genau das gegensätzliche Problem. Oder es geht zumindest mir so.
Heute möchte ich Architektin werden, möchte Psychologie studieren, möchte ein Jurastudium absolvieren. Als Astronautin möchte ich den Kosmos erforschen, als Wissenschaftlerin das hier und jetzt genauer kennen lernen. Möchte als Journalistin oder Autorin schreiben, möchte als Hotdog Verkäuferin einen vegetarischen Würstchenstand haben.
Ich möchte Mutter von zwei Jungen und zwei Mädchen sein, aber nur drei Kinder haben.
Ich möchte schlagzeugen und E-Bass spielen lernen. Ich möchte an Protestaktionen teilnehmen und Kekse für die Waisen backen. Ich möchte an Häuserwände sprayen und Drogen konsumieren und Drogen Konsum ist dumm und ich kann ihn nicht ausstehen. Ich möchte meine Erfahrungen mit Jungs machen, aber nur mit einem. Jeden Tag träumend im Bett verbringen und niemals schlafen.
Ich möchte, möchte, möchte.
Wir haben keine Wünsche, bis uns bewusst wird, wie gefangen wir sind. Denn wären wir frei, so blieben uns alle nur erdenklichen Möglichkeiten.
Doch müssen wir stets wählen: das eine oder das andere. Zwei Optionen, die sich vor einander sträuben wie der Ball und der Baseballspieler.
Bestünden wir ewig, bliebe uns die Freiheit. So sind wir nun also gefangen in der uns noch verbleibenden Zeit.

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